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22.05.2012

Vierter Tag

22.05.12
Ich bin schuld daran, nur ein Teil der Realität zu sein.

Ein schwieriger Satz, mir ist intellektuell nicht klar was er bedeutet. Heute hab ich meine Salvia Versuche tief in der Nacht begonnen. Das Rauchen fällt mir heut schwer, man muss viel zu viel rauchen, das belastet die Lungen unangenehm auf Dauer. Nichts desto trotz habe ich 3 Pfeifen geraucht und bin wieder in diesen schwer beschreibbaren Raum gekommen (Der immer da ist)  und habe Wesenheiten bemerkt. Die benutzten mich als Teil ihrer Erschaffung der Realität und ich bin nur ein kleiner Zauberlehrling, der zurechtgestutzt werden muss.

Ich wünsche mir aber schon Kontrolle über die Erschaffung der Realität und größere Macht. Vor allen habe ich das Gefühl in einer Art Plastikwelt zu leben; ich fühle mich tatsächlich sehr isoliert, allein, einsam. Ich will da raus, meine Angst vor Beziehungen überwinden, eine Freundin zur Seite haben, die mich ohne Illusion oder falsche Motivation liebt. So wie ich sie Liebe, als Mensch und Insel im Meer.

Ich wünsche mir einen Kreis von echten Psychonauten, denen es darum geht die Seele mehr zu leben, die falschen bunten und egoistischen Projektionen aufzugeben und da anzukommen wo wir Menschen stehen. Nichts mehr auf "morgen" verschieben, keine Ausflüchte mehr. Keine schlauen Konstrukte in denen man seinen Selbstbetrug rechtfertigt. Keine Tricks.

Versuche mit Wahrsage-Salbei werde ich fortsetzen, doch muss mir Extrakt besorgen. Meine Heiligen Pilze wachsen munter im Badezimmer und schon die nächsten Tage wird die erste Ernte fällig.

Was ich verändern will, weiß ich.

18.05.2012

Dritter Tag

18.05.12
Wieder einmal Salvia Divinorum - der nicht grundlos Zaubersalbei genannt wird. Heute war ein Freund zu Besuch, der interessiert war an einer Erfahrung, die diese Pflanze vermitteln kann. Wie auch zuvor rauchte ich selber auch.
Obwohl ich mehr als eine Woche nicht geraucht habe, brachte mich gleich die erste Pfeife an den Ort, wo die Geister wohnen. Das ist der umgekehrten Toleranz zu verdanken. Mein Freund, der auch erfahren ist mit psychedelischen Wahrnehmungen und Energiearbeit, rauchte gleich zwei Pfeifen hintereinander und war sogleich völlig überwältigt, verlor seine örtliche Wahrnehmung und machte seine erste, leicht erschreckende Begegnung mit der Wirkung. Er schwitzte stark und war erst einmal völlig bedient. Seine Visionen waren von "aztekischer" Farb- und Formgebung gefärbt. Er hatte nicht damit gerechnet, das es so schnell wirken würde, ich allerdings auch nicht. Anscheinend besitzt er eine viel niedrige Toleranzgrenze als ich.
Meine zweite Pfeife brachte mir diesmal eine sehr organische Vision, in der ich pflanzliches Wachstum erfuhr, als Wurzel. Das heißt diesmal war ich geistig in der Vision - gewissermassen körperlich, wobei aber trotzdem die distanzierte Sichtweise erhalten blieb, keine emotionale Identifizierung, sondern nüchterne Betrachtung über die Wandlungen der angeblich so festen Materie.
Die dritte Pfeife brachte mir weitere Verwandlungen, Ich wurde zu Haus, zu Rad, zu Straße. Mein Verstand fragte sich "Ist diese Erfahrung echt? Brauche ich das wirklich?" Es ist mir schon klar das dieses keine transzendente Erfahrung wie mit LSD25 ist, die spirituelle Wirklichkeit ist begrenzt und untergeordnet, die Geister sind keine Engel oder Devas, sondern kleine provinzielle Zauberwesen.
Computergenerierte Zaubersalbei Sichtweisen (http://www.psykick.de)

Mein Freund wagt sich auch an eine dritte Pfeife, die für ihn positiver und leichter wirkte und besser steuerbar war. Er meinte, die Tür hat sich nun geöffnet und fühlte sich danach klar und aufgeräumt. Wir diskutierten noch eine Zeit über die Wahrnehmungen, stellten fest, das es eine klare Sprache spricht, die jeder ähnlich sieht. Die "Halluzinationen" haben gemeinsame Eigenschaften. So sind das "drehen", das "morphen" und das "Deja Vu" sowie "Fraktale" immer wieder aufgetaucht.

Doch braucht man Salvia wirklich? Was macht es für einen Sinn, das sich die körperliche/geistige Wahrnehmung völlig in eine "traumartige", "relativistische" und "zauberhafte" Subwirklichkeit verschiebt? Mir zumindest hilft es momentan, meine doch etwas festgefahrenen Überzeugungen und Gewohnheiten zu verändern: Diese letzte Woche habe ich viel stärker geträumt, weniger Zeit verschwendet und mehr für meinen Körper und Finanzen getan. Diesen Salbei zu rauchen fühlt sich für mich Heilsam an, doch die Wirkung ist so krass, das es keinerlei Suchtpotential gibt. Vergleichen wir es mal mit einer Achterbahnfahrt; Ab und zu macht das richtig Spaß, aber das ist nichts was man jeden Tag möchte. Allerdings kann es passieren, das man den inneren Gewohnheits-Kontrolleur ein wenig austricksen muss,  um sich von Zeit zu Zeit diese frappierende und erstaunliche Erfahrungen zu geben - um Gesund zu sein! Denn wir dürfen nicht vergessen: Diese Pflanze ist nicht zum Zeitvertreib oder als bessere 3D Animation gedacht, sondern zur allgemeinen Diagnose und Heilung bestimmter Krankheiten, zB Migräne.

10.05.2012

Zweiter Tag

10.05.12
Nachtrag von "Erster Tag": Die vierte Pfeife mit Salbei habe ich nach dem Blogschreiben geraucht. Diesmal hatte ich die Augen geschlossen und so meine innere Sicht geöffnet. Die Zauber- und Wahrsageebene öffnete sich und ich hatte extrem plastische Visionen, von sich organisch aufklappenden VW Käfern in die ich mich hinein drehte. Ich bemerkte im Hintergrund einige Wesen, üblicherweise Geister. extrem befremdlich und doch irgendwie sehr bekannt. Insgesamt hatte ich am ersten Tag etwa 1,2 Gramm geraucht.

Heute einen alten Freund besucht und ihm mal den Aztekensalbei vorgestellt. Wir hatten in der Vergangenheit schon einige psychedelische Sitzungen gemeinsam erlebt; eine Verbindung die ein Leben lang anhält.
Natürlich habe ich auch wieder selbst geraucht. Da die Toleranz sich umgekehrt aufbaut (je mehr man in letzter Zeit genommen hat, desto weniger braucht man, um ähnliche Wirkungen zu erzielen) war ich sehr gespannt, was heute kommen würde. Bei meinem Freund ist meist eh eine angenehm chillige Atmosphäre. Er schaffte drei Pfeifen und war an die psychedelische Erfahrung positiv erinnert. Ich rauchte noch eine vierte Pfeife und hatte dann meine bis dahin stärkste visionäre Erfahrung. Das man unter Zaubersalbei sich in Gegenstände verwandeln kann, hatte ich gelesen. So wäre ich beinahe zum Einkaufswagen geworden, doch die Geister sprachen wahr zu mir: Sie würden nicht wollen das mein Freund auf diese Ebene kommt. Tatsächlich rauchte er die vierte Pfeife nicht, die seine Pforten der Wahrnehmung nachhaltig geöffnet hätten; es war zwar alleine seine Entscheidung und kein Geist kann einem Lebendigen den Zugang verwehren. Denn wir Menschen befehligen die Geister und nicht umgekehrt. Naja, der Abend war extrem entspannend und gleichzeitig ist mir ein wenig mehr klargeworden, wie die Azteken diese Pflanze zu wahrsagerischen und heilenden Zwecken gebraucht hatten. Die Geister, die man damit beschwört, sind nicht unbedingt die nettesten, aber durchaus mächtig und eigentlich harmlos. Sie sind bereit zu dienen. Es kann einen aber recht gruselig werden, insbesondere die Wandlungen und das Auflösen des Materiellen können für den unvorbereiteten Zauberlehrling ein erschütterndes Erlebnis darstellen. Es ist klar, das nicht jeder dazu bereit ist.
Ein von Zaubersalbei inspiriertes Kunstwerk (Nicht von mir)

Nach der Sitzung bin ich noch lange mit dem Fahrrad durch die Nacht gefahren: Keinerlei Müdigkeit trübte meinen Geist und Körper, ich fühle mich entspannt, kraftvoll und positiv angeregt. Heute habe ich etwa 0,8 Gramm geraucht. Der Salbei hat durch das Rauchen den angenehmen Nebeneffekt, das sich die Raumatmosphäre reinigt, das fiel mir heute auf, als ich meine Wohnung betrat.

Zaubersalbei ist interessanter als ich vermutet hatte, insbesondere die Abwesenheit von negativen Nebenwirkungen und die kurze Wirkung machen es zum idealen Mittel für kleine Korrekturen der "Realität". Es hat wohl auch eine intelligenzsteigernde Wirkung.

09.05.2012

Erster Tag

09.05.12
Vor kurzer Zeit habe ich beschlossen, mittels bestimmter Pflanzen und Pilze mein durch die Jahre am Computer eingerostete Wahrnehmung zu putzen, eine im positiven Sinne "Gehirnwäsche" durchzuführen. Doch die gesetzliche Lage macht das nicht einfach.

Am besten eignet sich reines LSD25, synthetisiert aus dem Mutterkorn Pilz nach der Hoffmann Methode. Dieses herzustellen ist relativ einfach (wenn man sich gut in Chemie auskennt) und bietet die höchste Potenz. Es gibt ganz sicher gut gebildete Kreise von Ärzten und Psychologen, die im privaten Rahmen damit arbeiten, aber da kommt der einfache Mann nur mit sehr guten Beziehungen ran. Was es, z.B. in Tschechien auf dem Schwarzmarkt gibt, meist in Form von Papers, ist vielleicht LSD oder ein Derivat oder irgendein Dreck. Und wo kaufen? Sich in Prag hinstellen und fragen "haste mal LSD, Acid?" - da wird man zu 99 prozentiger Sicherheit abgezockt oder mit minderwertigen abgespeist. Das kommt nicht in Frage. Drogenszene ist sowieso der falsche Ort, diese Leute sind krank und gierig und die haben gar kein Interesse an Bewusstseinserweiterung, eher an Verengung.

Bleibt der bekannte Psylocybin - haltige Pilz, der  neben LSD25 eine der reinsten und intensivsten psychedelischen Werkzeuge ist. Dieser wächst normalerweise auch in unseren Breiten, doch berichten viele Sammler im Norden, das der "Spitzkegelige Kahlkopf" in den letzten Jahren nur noch sehr vereinzelt gefunden wird. Kaum ausreichend für eine komplexe Abfolge von geordneten Geist - Heilungs Sitzungen. In den benachbarten EU Staaten wie die Niederlande hat sich aufgrund der Liberalen Drogenpolitik des letzten Jahrhunderts ein erfinderische und aktive Pflanzerkultur entwickelt. Die neuerliche Regression der Rechtsregierung brachte zwar eine Rückkehr ins Mittelalter mit sich und der Verkauf von psychoaktiven Pilzen  mit Ausnahme von frischen Trüffeln wurde verboten, aber ein Bekannter von mir berichtete mir von seinen versuchen mit Mushroom Growkits, die er einfach über das Internet, recht kostengünstig bestellt hat.

Solche Seiten zu finden ist ja nicht schwer und eine Bestellung kommt selbst in der Gesundheitsdiktatur BRD (noch) unproblematisch an. Das aufziehen dieser "Shrooms" ist selbst für den Laien kinderleicht.


Salvia Divinorum, Zaubersalbei, Aztekensalbei - wird bis zu 3 Meter hoch
Man kann dort auch Ayahuasca, Peyote und Zaubersalbei (Salvia divinorum) bestellen und da ich immer an neuen Erfahrungen interessiert bin, habe ich Zaubersalbei mal ausprobiert. Meine Hauptinformationsquelle war http://psykick.de/salvia/ die sehr ausführlich auf das Thema eingehen und dem Einsteiger gute Grundlagen bieten.

Nach der dritten Pfeife hatte ich die Toleranzgrenze überwunden und meinen ersten "Trip" und bekam wieder eine Ahnung, wie sich verändertes Bewusstsein anfühlt. Es wirkt nur sehr kurz, wenn man es raucht, aber es macht wunderbar entspannt. Meine durch Tiefdruck ausgelösten leichten Kopfschmerzen lösten sich sofort auf. Ich hatte ein Bild, als würden Engel meinen erschlafften Geist aufrichten und mein Hirn war sofort in der Lage, das erfahrene umzusetzen. Jetzt noch Stunden nach der letzten Pfeife fühle ich mich aktiv, beschwingt und trotzdem entspannt. Ich gehe noch im Ausklang des Zaubersalbeis mein Vorhaben an, dieses Blog zu eröffnen und schreibe zwei Artikel. Zaubersalbei ist wie ein Bonbon der psychedelischen Erfahrung, es öffnet den Geist, die Wahrnehmung, der Geschmack ist intensiv und es ist kurz.

Es ist in der BRD laut BtmG verboten, diese wunderbare und heilsame Erfahrung zu machen, leider.